Gerstungen

Bahnhofsgeschichte DDR-Zeit

Die schon mit Entstehung des Bahnhofs Gerstungen an der Grenze von Thüringen und Hessen verbundene Grenzlage spielte bis vor wenigen Jahrenh eine große Rolle. Von 1963 bis 1990 gab es wiederum zwei Bahnhöfe in Gerstungen: Den (ursprünglich) Thüringischen Bahnhof Gerstungen für den Regionalverkehr und die Grenzübergangsstelle Gerstungen (GÜST) für die Pass- und Zollkontrollen der grenzüberschreitenden Reise- und Güterzüge zwischen der damaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland.

Die GÜST Gerstungen entstand mit der Umgehungsstrecke Gerstungen - (Dietrichsberg) - Förtha - Eisenach. Der D-Zug D 1 war seinerzeit der erste in die GÜST einfahrende Zug nach dem Fahrplanwechsel im Herbst 1963. Zu diesem Zeitpunkt waren die Grenzkontrollen vom Bahnhof Wartha (Werra) nach Gerstungen verlegt worden, auch die internationalen Reisezüge befuhren ab diesem Zeitpunkt die genannte Umgehungsstrecke. Damit verbunden war, dass einheimische Reisende, die in die Bundesrepublik Deutschland fahren wollten oder von dort kamen und dann  Gerstungen zum Reiseziel hatten, in der GÜST weder ein- noch aussteigen durften.

Einige Zeit verkehrten Zubringerzüge GÜST Gerstungen - Eisenach - GÜST Gerstungen für Reisende von / nach Eisenach, da ein Teil der internationalen Reisezüge in Eisenach keinen Verkehrshalt hatten. Reisende nach Gerstungen stiegen also in den Zubringer um, fuhren nach Eisenach, stiegen dort in den Reisezug nach Gerstungen, der sie auf der gleichen Strecke zum Regionalbahnhof Gerstungen brachte. Beide Bahnhöfe sind etwa 80 m (1) voneinander entfernt.

In dem Internationalen  Kursbuch der DR  war ein Halt der grenzüberschreitenden Reisezüge auf der GÜST

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