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Lüderbach |
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Auszug aus der Lüderbacher Dorfgeschichte Der heutige Ortsname Lüderbach ist eine Abwandlung des mittelalterlichen Namens "Luderbeche". Der erste Teil des Namens "Luder" könnte aus dem althochdeutschen Wort "Lutar", oder aus dem mittelhochdeutschen Wort "Luter", was soviel wie hell, klar oder rein heißt, entstammen. Der zweite Teil des Ortsnamens - nämlich "beche" - bedeutet unstrittig "Bach". Der gleichnamige, mittig durchs Dorf fließende Bach hat demnach für den Ortsnamen Pate gestanden. Sein Wasser fiel gegenüber dem anderer Bäche durch seine Reinheit und Klarheit auf. Somit der Name "heller, klarer oder reiner Bach", was soviel bedeutet wie Lüderbach. Der Ort selbst liegt geographisch im sogenannten "Netra-Ifta Graben", auf ca. 280 m Höhe. Dieser Graben ist ein Taleinbruch, zwischen der Graburg im Norden (ca. 515 m) und dem Ringgauplateau (ca. 440 m). Durchzogen wird das Tal von der jetzigen Bundesstraße 7 (ehemals Reichs- und Handelsstraße, auch "Lange Hessen" genannt), die von Westen, aus Richtung Kassel kommend, nach Thüringen führt. Die erste Erwähnung von Lüderbach findet sich in einer Urkunde Papst Coelestins III. vom 20. Dezember 1195. Mit dieser Urkunde bestätigte der Papst dem Kloster Germerode seinen gesamten Güterbesitz, u. a. auch in dem Dorf "Luderbeche". Nachfolgend einige weitere Stationen aus der Frühgeschichte des Ortes: 1329: Ludwig von Boyneburg als Lehnsmann des Abtes zu Hersfeld belehnt Augustiner von Eschwege mit Gütern in Lüderbach. 1344: Der Rat von Eschwege entscheidet, dass die Güter nicht den Boyneburgern, sondern Helbricus von Salzungen gehören. 1360: Lutz von Nesselröden verkauft den Zehnten von 25 Hufen in Lüderbach an das Kloster Germerode. |
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