|
Philippsthal |
|
Ursprünglich war der Ort ein Edelsitz des Rittergeschlechtes von „Cruceburg“ und wird erstmals urkundlich in einem Schutzbrief des Papstes Cölestin III. vom 11. November 1191 für das von der Abtei Hersfeld gegründete Benediktinerinnenkloster erwähnt. Den Namen des Rittergeschlechtes nahm dieses Kloster an und nannte sich „Kreuzberg“; so hieß ursprünglich der Ort Philippsthal. Als am 10. März 1686 dem Landgrafen Philipp die Propstei Kreuzberg zufiel, wurde sogleich mit dem Schlossbau begonnen. Man zog den Mittelbau zwischen den Türmen hoch und setzte einen gedrungenen, sechsseitigen, geschweiften Helm darauf. Heute ist das Philippsthaler Schloss nach großzügigem Umbau Handels- und Dienstleistungszentrum. Hier ist auch das Rathaus. Eine Informationsstelle des Grenzzolldienstes ist auf Initiative des damaligen Leiters des Zollkommissariats eingerichtet worden, nachdem in den fünfziger und sechziger Jahren ein ständig steigender Besucherstrom sowie zunehmendes Interesse an der innerdeutschen Grenze zu verzeichnen war. Diese Informationsstelle befand sich in einer Baracke an der B 62, die von Juli 1951 bis Mai 1952 als Grenzkontrollstelle gedient hatte. Sie wurde mit einem Filmvorführraum ausgestattet, um Besuchergruppen anhand von Filmmaterial über die Grenzsperranlagen der DDR zu informieren. Bis zur Eröffnung am 16. Februar 1967 kamen noch verschiedene Exponate sowie ein Sandkastenmodell über den Grenzverlauf in Philippsthal hinzu. Die Informationsstelle wurde von den Grenzbesuchern sehr gut angenommen, bis zum Spätsommer 1979 mehr als 130.000 Besucher. Auch in Europa der achtziger Jahre hatte die innerdeutsche Grenze nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Bis zur Grenzöffnung am 12. November 1989 wurden jährlich zwischen 13.000 und 14.000 Besucher gezählt. Die Informationsstelle konnte am 1. November 1979 im Torbogenhaus des Philippthaler Schlosses eröffnet werden. Dort ist sie heute Grenzmuseum. [Quelle: Homepage der Gemeinde Philippsthal (Februar 2006)] |
|
|
|