Spichra

Spichra an der Werra liegt im Nordwesten von Eisenach und hat etwa 120 Ein­wohner. Die Gemeinde gehört heute mit zum Pfarramt Ifta, Superintendentur Eisenach-Gerstungen.

Die Dreifaltigkeitskirche in Spichra wurde im Jahre 1753 wahrscheinlich auf den Fundamenten eines 1626 erbauten früheren Gotteshauses errichtet. Davon zeugt die lateinische Inschrift über der Tür an der Westseite.

An der Ostseite der Kirche steht der Turm. Nur durch eine schmale Tür ist er mit dem Hauptraum verbunden. Eine Schweifkuppel mit achteckiger Laterne bildet seine Turmspitze. Das starke, eichene Balkenwerk sowie der Turmknopf stammen von dem abgebrochenen Wangenheimschen Schloss in Scherbda.

An den Längsseiten des Hauptraumes befinden sich eingeschossige Emporen, an der Westseite wurde eine zweigeschossige Empore eingebaut. Die hölzerne Decke fällt an den Seiten schräg ab. Auf ihr sind fünf von Rokokoornamenten umrahmte Gemälde zu sehen: in der Mitte die Himmelfahrt Christi, an den Sei­ten die Verkündigung, Christi Geburt, die Verklärung auf dem Berge Tabor und die Auferstehung.

Die Kanzel aus Holz steht über dem Altar in der Mittelachse der Kirche. Als ältester sakraler Gegenstand blieb der Taufstein aus dem 17. Jahrhundert erhalten.

Leider wurde die Kirche am Ende des zweiten Weltkrieges schwer  beschädigt. Erst 1958  konnte sie nach gut gelungener Wiederherstellung wieder in Dienst genommen werden.

Früher besaß die Kirche nur eine Glocke. Jetzt erklingen drei Glocken. Die beiden Stahlglocken wurden 1961 geweiht.

Die Gemeinde verfügt auf der ersten Empore über einen heizbaren Raum für kleinere Veranstaltungen und für Gottesdienste in der Winterzeit.

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