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Widdershausen |
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Bis 1945 war die Werrabahn zwischen Bad Salzungen und Gerstungen eine wichtige Eisenbahnlinie der Region. Seit der Eröffnung des letzten Abschnitte 1906 diente sie bis 1945 vor allem dazu, die Produkte der Kaliwerke abzutransportieren und Zulieferungen, z. B. Kohle für die Kesselhäuser, abzuwickeln. Aber auch von den Beschäftigten wurde die Werrabahn für den Weg zu ihren Arbeitsstellen in den Bergwerken und Kalifabriken genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg überquerte die Werrabahn bei Vacha und Dankmarshausen zweimal die Zonengrenze. Ab Anfang 1946 konnten Personenzüge und Güterzüge aus der sowjetischen und der amerikanischen Besatzungszone den Streckenabschnitt zwischen Vacha und Gerstungen befahren. So mussten die hessischen Werke nicht mehr, wie in den ersten Monaten nach Kriegsende, ausschließlich die für solche Transportmengen ungeeignete Hersfelder Kreisbahn benutzen. Im Zuge des Grenzausbaus wurde die Werrabahn von der DDR 1952 zweimal, zuletzt mehrere Monate lang, gesperrt. Danach lief der Verkehr bis 1966 reibungslos. 1962 stellte die DDR den Transit eigener Kalizüge über westdeutsches Gebiet ein. Im Herbst 1966 erhielt die Bundesrepublik Deutschland eine Rechnung und sollte rückwirkend bis 1962 für die Nutzung von DDR-Bahnstrecken zahlen. Da hierüber keine Einigung erzielt werden konnte, schloss die DDR am 1. Dezember 1967 die Grenze und unterbrach die Bahnstrecke für fast zwei Jahre. Dann kam eine Einigung zustande. Die Bundesrepublik zahlte der DDR rückwirkend für die vorhergehenden Jahre einen Betrag, der aber weit unter der ursprünglichen DDR-Forderung blieb. Auch einigte man sich auf feste Zahlungen für zukünftige weitere Transporte. Bis zur Grenzöffnung verlief der Kaliverkehr anschließend reibungslos und westdeutsche Kalizüge fuhren im Transit durch die DDR nach Bebra und von dort weiter zu ihren Zielpunkten. [Quelle: Grenzwanderweg in der Wartburgregion, Grünes Band Thüringen (Februar 2006)] |
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