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Wittingen |
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Aktion G "Ungeziefer" Zwangsaussiedlung aus den Grenzgebieten im Kreis Salzwedel (Altmark) Sachsen-Anhalt am 29. Mai und 5. Juni 1952 Von der "Aktion G" am 29. Mai 1952 waren in der Region insgesamt 208 Personen betroffen. Unter 67 Kindern und 141 Erwachsenen waren sieben Großbauern, 28 Bauern, neun Gewerbetreibende, sechs Handwerker, acht Angestellte, drei Arbeiter, 72 Bürger ohne Beruf und acht Landarbeiter. Die Zwangsaussiedlung zog sich die Zonengrenze entlang und berührte im heutigen Altmarkkreis Salzwedel unter anderem die damaligen Grenzdörfer Nettgau, Gladdenstedt, Jübar, Hanum, Holzhausen, Dolsleben, Cheine, Barnebeck, Zießau, Jahrsau (Quelle H. Bock). Hinter der "Aktion Ungeziefer" stand System. Insgesamt wurden aus den Dörfern an der deutsch-deutschen Grenze - von Thüringen bis zur Ostsee - 3000 bis 4000 Menschen verbannt. Wie Hohn muss es klingen, wenn das DDR-Regime die Zwangsaussiedlung, die ganze Familien trennten und bald danach schon Enteignungen nach sich zogen, mit dem Begriff "Aufenthaltsbeschränkung" umschrieb. Nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 gab es noch im gleichen Jahr ähnliche Aktionen, die den Tarnnamen "Kornblume" trugen. Eine Bürgerin schreibt in einem Brief vom 21.01.2005 an den Wittinger Heimatverein: "Als geborene Altmärkerin (Krs. Salzwedel) bekomme ich nach wie vor die Salzwedeler Volksstimme. Daher habe ich den Bericht von Herrn B. über die Zwangsaussiedlung von 1952 gelesen. Auch unsere Heimatorte: Höddelsen, Neuekrug, Reddigau und Bergmoor waren davon betroffen (Im Volksmund bekannt unter Texas). |
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