|
Die Grenze im Harz |
|
Die Web-Seite: „Überwundene Grenze / Harz" von Dr. Krummel unter Mitarbeit von Rudolf Zietz existiert seit dem 21.12.2007, hat täglich etwa 20 Besucher, mit dem 10. Dezember 2008 rund 4.800 Besucher. Die Bemühungen „Gegen das Vergessen“ unter Diktatur in einem geteilten Deutschland können naturgemäß nicht von allen Menschen die volle Zustimmung finden. Das trifft u. a. zu auf die Erinnerungsnotiz des Herrn Klaus-Dieter Baumgarten. Etwas mehr „Licht“ soll folgende Notiz erbringen. Klaus Dieter-Baumgarten wurde 1931 in Werna/Südharz geboren. Als gelernter Tischler trat er 1949 den bewaffneten Organen der DDR bei, wurde 1956 Offizier der DDR-Grenzpolizei, brachte es bis zum Generaloberst, Chef der DDR-Grenztruppen von 1979 bis 1990 über 45.000 Untergebene auf einer Grenzlänge von 1.392 Kilometer, zudem war er stellvertretender Verteidigungsminister der DDR. Am 27.Oktober 1995 wurde ihm der Prozess gemacht, 1996 wurde er wegen elffachen Totschlags und fünffach versuchten Totschlags, begangen an DDR-Flüchtlingen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Haftbedingungen waren komfortabel, er war Freigänger, im März 2000 wurde er begnadigt. „Ich habe nicht einen Befehl gegeben, für den ich mich schämen müsste!“ Herr Baumgarten beschäftigt sich nunmehr publizistisch, unter seiner Mithilfe wurden Berichte in Zeitungen und in zwei Büchern vertrieben: „Briefe aus dem Kerker“ und „Die Grenze der DDR“. Herr Baumgarten erfreut sich nachweislich unter den ehemaligen Grenzern großer Beliebtheit und wird immer wieder zu „Soldatentreffen“ in allen Teilen der DDR geladen. Am 26. Mai 2005 hatte ich, ehemaliger Feind aus der BRD, Zollgrenzbeamter im Harz, die Möglichkeit ihn persönlich zu erleben. Er war in Nordhausen, im Kreis ehemaliger DDR-NVA-Angehöriger der Ehrengast |
|
|
|